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Erwerbstätigkeit

Als Erwerbstätigkeit wird - entsprechend dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - die Ausübung einer auf wirtschaftlichen Erwerb gerichteten Tätigkeit bezeichnet, unabhängig davon ob die Tätigkeit von ArbeitnehmerInnen, Selbständigen oder mithelfenden Familienangehörigen ausgeübt wird.

Die Zahl der erwerbstätigen Österreicherinnen steigt seit Jahren sukzessive an, vor allem aufgrund der zunehmenden Erwerbstätigkeit von Müttern. Ein Großteil des Beschäftigungswachstums bei Frauen entfällt allerdings auf Teilzeitbeschäftigungen.

Die Frauen-Erwerbsquote (für die Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen) lag 2008 bei 68,6 Prozent und ist im Zehnjahresvergleich stärker gestiegen als jene der Männer: Um rund 7 Prozent. Jene der Männer hingegen stieg gerade einmal um rund ein Prozent. Mittlerweile arbeiten allerdings rund vier von zehn Frauen Teilzeit, damit liegt die Teilzeitquote von Frauen in Österreich mit 41,5 Prozent im Jahr 2008 deutlich über dem EU-Durchschnitt von 31,1 Prozent.

Obwohl sich das Bildungsniveau der Frauen in den jüngeren Generationen dem der Männer angeglichen hat, finden sich Frauen deutlich öfter in niedrigen beruflichen Positionen.

Eine Folge der traditionellen Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern: Unter den Frauen haben verheiratete die geringste, unter den Männern hingegen die höchste Erwerbsbeteiligung.

Je höher das Bildungsniveau desto höher ist auch die Erwerbsbeteiligung. Die Erwerbstätigenquote von Personen, die nach der Pflichtschule keine weiterführende Schule besucht haben, beträgt 64 Prozent, die der AkademikerInnen hingegen 87 Prozent. Bei Frauen ist der Zusammenhang zwischen Schulbildung und Erwerbstätigkeit stärker ausgeprägt als bei Männern.

Nachlese

Nationaler Aktionsplan "Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt": http://bka.gv.at/

Frauenbericht 2010: http://bka.gv.at/